Veranstaltungen

Bei uns finden regelmäßig Vorträge, Diskussionen, Filmvorführungen und Performances statt, in denen aktuelle Fragen zum Kunstgeschehen verhandelt werden. Dabei stellen Künstler:innen ihre aktuellen Arbeit vor, Kunstexpert:innen und Wissenschaftler:innen vertiefen Aspekte der aktuellen Ausstellungen und des Kunstgeschehens.

Jüdische Realitäten

Datum: 31.10.2026, 19:00 Uhr

Buchvorstellung und Gespräch mit Merav Shinn Ben-Alon (Künstlerin und Autorin, Tel Aviv) im Gespräch mit Alexandra Klei und Annika Wienert (werkraum bild und sinn, Berlin)
Eintritt gegen Spende. Empfehlung: 5 bis 10 €

Seit dem Terrorangriff der Hamas und ihrer Verbündeten vom 7. Oktober 2023 und dem darauffolgenden Krieg haben sich auch die Bedingungen für jüdische und israelische Künstler:innen und Kulturschaffende verschlechtert. Antisemitische Äußerungen und Vorfälle nehmen weltweit zu. Fragen nach Solidarität, Sichtbarkeit und Ausschluss führen seither in Wissenschaft, Kunst und Öffentlichkeit immer wieder zu starken Kontroversen.

Das Projekt „Jüdische Realitäten“ des Vereins werkraum bild und sinn bietet jüdischen Perspektiven und Erfahrungen eine Plattform. Die Künstlerin und Autorin Merav Shinn Ben-Alon spricht in dieser Veranstaltung über ihre künstlerische Arbeit und die Herausforderungen, mit denen israelische und jüdische Künstler:innen seit 2023 konfrontiert sind. Dabei geht es um Antisemitismus, um offenen Boykott sowie unscheinbarere Formen des Ausschlusses im Kulturbetrieb. In ihren künstlerischen Arbeiten und Publikationen verbindet Ben-Alon Malerei, Zeichnung, Installation, Künstlerbüchern und Video. Häufig verwendet sie Fotografie und andere Archivalien, um zu untersuchen, wie sich Traumata, Erinnerungen und historische Brüche in Bildern, Körpern und Architektur niederschlagen. Ihre Arbeiten wurden in Ausstellungen in Deutschland, Frankreich und Großbritannien gezeigt und mit Preisen und Stipendien ausgezeichnet.

Alexandra Klei und Annika Wienert moderieren das Gespräch und stellen in diesem Rahmen ihr Projekt und Buch „Jüdische Realitäten nach dem 7. Oktober“ (Berlin 2025) vor. Die Veranstaltung versteht sich als Raum für jüdische Stimmen und Perspektiven und lädt zum Austausch über die gegenwärtigen Bedingungen für jüdische und israelische Künstler:innen ein.

Eine Veranstaltung von werkraum bild und sinn, unterstützt von der Deutsch-Israelischen Gesellschaft e.V., Arbeitsgruppe Leipzig und der Städtepartnerschaft Leipzig-Herzliya e.V.

Weitere Informationen unter werkraumbildundsinn.de

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