„Contemporary History of Ukraine #18“ war eine Installation der ukrainischen Künstlerin und Filmemacherin Oksana Kazmina in der Ausstellung „Land(e)scapes. Recognizing Fragmentarity“ (bis 14. Dezember 2024). Diese Multimedia-Installation war die 18. Episode von Kazminas Serie „Contemporary History of Ukraine“, in der Kazmina ihr Archiv dokumentarischer und kreativer Projekte neu ordnet, an denen sie seit 2015 gemeinsam arbeitet. Ausgehend von einer Geschichte der Untergrundszene Kyjiws entwickelte sich das Projekt zu einer offenen Materialsammlung, die vom krisengezeichneten Leben in der Ukraine der Gegenwart erzählt. In diesem Projekt arbeitet Kazmina mit weiteren Personen zusammen wie z.B. der Grafikdesignerin Uliana Bychenkova, der Kuratorin Kateryna Badianova und dem Kollektiv Freefilmers, dem Kazmina selbst auch angehört.
Diese Veranstaltung bildete gleichzeitig den Abschluss der Episode 18 und der Ausstellung. In einer Live-Videomontage wurden verschiedene Elemente der Installation thematisiert. Dazu zählten 13 Secondhand-Kleidungsstücke, die Kazmina in unterschiedlichen Orten der Ukraine gekauft hat. Sie wurden – wie bereits bei der Eröffnung der Ausstellung – in einer Modenschau präsentiert. In der Videomontage erschienen weitere Bilder und Elemente, beispielsweise eine Schriftart, die Kazmina derzeit in Zusammenarbeit mit Freefilmers und Bychenkova entwickelt.
Abschließend wurden alle Kleidungsstücke als Kunstobjekte in einer Auktion versteigert. Der Erlös kam den Projekten von Freefilmers zugute. Dabei handelt es sich um ein Kollektiv von Filmemacher:innen und Künstler:innen, das ursprünglich in Mariupol gegründet wurde und vom Krieg stark betroffene Menschen in der Ostukraine auf unterschiedliche Art und Weise unterstützt.
Weitere Informationen unter help-freefilmers.network
Ein Kooperationsprojekt mit der Stiftung Friedliche Revolution im Rahmen des Revolutionale Festivals für Veränderung 2024: www.revolutionale.de