Der Dokumentarfilm von Filmemachern Max Geilke und Mario Forth (Köln) zeichnet die wechselvolle Geschichte Thessalonikis nach. Einst ein multikulturelles Zentrum, in dem christliche, jüdische und muslimische Menschen zusammenlebten, verlor die Stadt im 20. Jahrhundert durch Vertreibung und Deportation, v.a. durch die deutsche Besatzungsmacht, ihre Vielfalt. Heute zeugen nur noch Spuren von diesem Erbe, während ein kollektives Vergessen vorherrscht. Der Film verbindet Archivmaterial mit Gesprächen mit Zeitzeug:innen, Bewohner:innen der Stadt und Mitgliedern der jüdischen Gemeinde, um die verdrängte Vergangenheit sichtbar zu machen und die Frage nach Erinnerung und Identität neu zu stellen.
m Anschluss findet ein Gespräch mit den Filmemachern und Margret Hoppe und Karoline Mueller-Stahl statt. Die beiden Künstlerinnen stehen vor der Veranstaltung für eine Einführung in ihre Ausstellung „Das Gedächtnis der Steine“ im Kunstzentrum HALLE 14 bereit.